Wi-Fi Direct: WLAN zwischen Clients

17 10
2009

Wi-Fi Direct von der Wi-Fi AllianceNachdem dieses Jahr endlich der Standard 802.11n von der IEEE verabschiedet wurde, erwartet uns 2010 die nächste Verbesserung unserer drahtlosen Netzwerke. Die Wi-Fi Alliance® gab in einer Pressemeldung bekannt, dass sie an Wi-Fi Direct arbeite, dessen Spezifikationen Mitte 2010 fertiggestellt sein sollen.

Was kann Wi-Fi Direct?

Wi-Fi Direct soll es ermöglichen, dass WLAN Clients direkt miteinander kommunizieren können. Die direkte Kommunikation ist z.B. von Bluetooth bekannt, bei dem es keinen zentralen Punkt (vgl. Access Point) gibt. Wi-Fi Direct soll ähnlich funktionieren. Dadurch wird es möglich, dass das Notebook direkt mit dem Drucker spricht, ohne über den WLAN Access Point gehen zu müssen.

Der Vorteil dieser Methode ist, dass mit Wi-Fi Direct kein Access Point verfügbar sein muss, um über WLAN Daten auszutauschen. Der Executive Director der Wi-Fi Alliance Edgar Figueroa, sagt:

„The impact is that Wi-Fi will become even more pervasive and useful for consumers and across the enterprise.

Durch die Errungenschaften von Wi-Fi Direct soll WLAN sowohl für private Haushalte als auch für Firmennetzwerke nützlicher und einfacher verfügbar sein.

Und die Nachteile?

Einbußen sind durch die Wi-Fi Direct Spezifikation nicht zu erwarten: Wi-Fi Direct wird WPA2 unterstützen und die übliche Reichweite und Datentransferrate erreichen, die Sie heute schon in Ihrem WLAN haben. Allerdings wird vermutlich die Rechenkapazität eine Rolle spielen. D.h. wenn Ihr Drucker eine Wi-Fi Direct Netzwerk startet, wird es weniger performant sein, als würden Sie das Netzwerk von Ihrem Notebook aus starten. Aber ob das wirklich als Nachteil durchgeht?